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Internet

 

Internet-Gestaltung

Nicht alles, was weit verbreitet ist, ist auch sinnvoll und richtig. Wenn Sie Ihre eigene Internetseite gestalten oder überprüfen wollen, sollten Sie die folgenden 9 schlimmsten Fehler im Internet vermeiden. Oder ist Ihre Internetseite bereits davon betroffen? Dann aber schnellstens verändern. Dank wissenschaftlicher Studien kennt man inzwischen die Gründe, was beim Betrachter ankommt und was dafür sorgt, Ihre Seite schnell wieder zu verlassen, weil es ganz einfach nervt oder abschreckt. Hier die 9 schlimmsten Fehler:

 

1. Keine Intros

Sie kennen doch sicher die meist viel zu lang dauernden Kurzfilmchen, die sich abspielen, bevor auf einer Seite überhaupt etwas passiert. Leider hängen vor allem Werbeagenturen, die es eigentlich besser wissen müssten, immer noch diesem Irrglauben nach, diese würden Besucher erfreuen. Aber welchen Nutzwert haben sie? Wer lässt sich schon gerne zwingen, ein Werbevideo anzusehen, bevor er einen Laden betritt?

 

2. Keine Plugins = Zusatzsoftware

Auf vielen Internetseiten werden Sie genötigt, vor dem Betrachten eine Zusatzsoftware herunterzuladen, wie z. B. den Flashplayer. Ein wirksames Mittel, Besucher sofort zu vergraulen, besonders wenn es sich um keine versierten Internetbesucher handelt.

 

3. Verzichten Sie auf Flash, Java oder Frame

Wer eine Internetseite mit Flash, Java oder Frame gestaltet, kann auch gleich versuchen, einen Marathonlauf mit High-Heels zu gewinnen: Es wird nie funktionieren. Die Inhalte derart programmierter Internetseiten werden von Suchmaschinen wie google gar nicht oder weit schlechter gefunden, als reine HTML-Seiten. Die sicherste Lösung sind die inzwischen am ausgereiftesten CMS-Systeme.

 

4. Keine bewegten Elemente wie Newsticker

Bewegte Elemente in einer statischen Umgebung ziehen Blicke auf sich. Warum wollen Sie dann Leute ablenken, Ihre wichtigen Inhalte zu lesen?

 

5. Nicht zu viele Ebenen

Zur besseren Platzierung bei Suchmaschinen ist eine klare Datenstruktur sehr empfehlenswert. Außerdem erleichtern Sie den Besuchern die Benutzung. Mehr als 3 Verschachtelungsebenen machen die Ordnerstruktur Ihrer Internet-Präsentation unübersichtlich und schwer zu bedienen. Verwenden Sie immer Begriffe als Seiten-Namen, die sowohl die Benutzer auf Ihrer Internetseite ansprechen, also auch genau erklären, was sich dahinter verbirgt, als auch in den Suchmaschinen gesucht werden.

 

6. Keine Zählwerke

Die einzigen, die sich für Besucherzahlen interessieren sind Sie selbst und Ihre Kollegen von der Konkurrenz. Sollen die über die Besucherzahlen Ihrer Internetseite tatsächlich informiert werden?

 

7. Impressum = Anbieterkennzeichnung

Die meisten Internetbesucher klicken statistisch zuerst auf das Impressum um dort zu erfahren, wer und wo Sie eigentlich sind. Ist dies nicht vorhanden oder entspricht dies nicht den gesetzlichen Vorgaben, verlässt der Besucher meist sofort wieder Ihre Seite. Schlechtes oder nicht auffindbares Impressum signalisiert Unprofessionalität.

Außerdem können Sie eine Abmahnung bekommen, wenn auf Ihrer Internetseite kein korrektes Impressum steht. Es muss daraus hervorgehen, wer Anbieter dieser Internetseite ist und wie Nutzer mit ihm in Verbindung treten können. Im Teledienstegesetz ist geregelt, was im Impressum enthalten sein muss:

  • Vollständiger Name und Anschrift des Unternehmens/Freiberuflers
  • der vertretungsberechtigte der juristischen Person, wenn Sie als juristische Person, bzw. Gesellschaft auftreten
  • Sämtliche Kontaktdaten wie Telefon, Telefax oder E-Mail-Adresse
  • Umsatzsteueridentifikations-Nr., nicht die Steuernummer
  • ggf. Handels-, Vereins-, Partnerschafts- oder Genossenschaftsregister mit der Registernummer*
  • ggf. Angaben zur Kammerzugehörigkeit und Berufsbezeichnung, Bezeichnung und Quelle für die berufsrechtlichen Regelungen, wenn Sie in einem qualifizierten Beruf arbeiten
  • ggf. Aufsichtsbehörde, wenn die Tätigkeit eine behördliche Zulassung erfordert
  • ggf. Angabe des für den Inhalt Verantwortlichen, wenn Sie redaktionelle oder journalistische Inhalte anbieten

*Zu den Registerangaben gilt es seit dem 01.01.2007 auf Folgendes zu achten: Im Jahr 2006 wurde das Handelsregister zentralisiert. Im Zuge der Registergerichtskonzentration wurden auch die Registernummern sämtlicher Firmen geändert. Dies war erforderlich, weil dieselben Registernummern in mehreren Bezirken vergeben worden waren und nunmehr der Zusammenlegung wieder unterscheidbar gemacht werden mussten. Die Registernummern sind nunmehr alle sechsstellig. Die beiden ersten Ziffern ergeben sich aus dem bisherigen Registerbezirk. Die Registerzeichen enden mit der bisherigen Registernummer, die zumeist vierstellig ist. Hatte die bisherige Registernummer weniger als 4 Stellen, so werden nach den beiden ersten Ziffern so viele Nullen eingefügt, bis sich eine sechsstellige Nummer ergibt. Achten Sie daher künftig darauf, dass Sie immer und überall Ihre aktuelle Registernummer verwenden und angeben, sonst müssen Sie mit Bußgeldern, bzw. eventuellen teuren Abmahnungen von Wettbewerbern rechnen.

Der Link zum Impressum muss von der Startseite, sowie möglichst von allen übrigen Seiten aus, mit einem einzigen Klick gewährleistet sein. Sollte das Impressum nicht von den übrigen Seiten anklickbar sein, muss in jedem Fall die Startseite von allen Seiten aus erreichbar sein, um von dort aus in das Impressum zu gelangen.

 

8. Formulare

Die meisten Menschen stehen mit Formularen auf Kriegsfuß. Überprüfen Sie genau, ob und in welcher Art ein Formular sinnvoll ist, oder ob Sie nicht lieber dem Betrachter die Möglichkeit eines persönlichen Gespräches geben sollten, und nennen ihm die Rufnummer, wo er immer eine kompetente Stimme hört.

 

9. Links

Wenn Sie Links setzen, dann achten Sie immer darauf, dass sich dazu eine neue Seite öffnet. Wenn der Betrachter den Link wieder schließt, muss er automatisch wieder auf Ihrer Seite landen, sonst ist er für Sie verloren. Überprüfen Sie regelmäßig, mindestens 1 x im Monat, Ihre Verlinkungen. Was technisch nicht funktioniert, hinterlässt garantiert keinen guten Eindruck.

 

Ferner sollten Sie sich ausgiebig über folgende Themen informieren:

Abmahnungen

Um Abmahnungen zu vermeiden müssen bei der Gestaltung von Internetseiten oder Newslettern folgende Gesetze beachtet werden:

Dies gilt insbesondere für ein ordentliches Impressum und für alle auf den Seiten genannten Aussagen.

Speziell bei Verlinkungen, bei Verwendung von Fotos oder Logos fremder Eigentümer und bei Hinweisen auf Referenzadressen, müssen generell schriftliche Einverständisse eingeholt werden!

 

Warenversand online

Es ist gesetzlich verbrieft, dass alle Waren, außer verderbliche, oder speziell für Sie angefertige Waren, die über Internet, Katalog, Fernsehen oder Direktvertrieb erworben werden, bis zu 4 Wochen nach dem Kauf von dem Kunden, ohne Angabe von Gründen, zurückgegeben werden können. Für Artikel unter € 40,-- muss der Kunde die Kosten für die Rücksendung selbst übernehmen, außer der Versender bietet eine generelle kostenfreie Rücksendung als freiwillige Serviceleistung an.

In Ihren Geschäftsbedingungen sind Sie verpflichtet, Ihre Kunden über das Widerrufsrecht zu informieren, dazu sollten Sie auf folgenden Gesetzestext hinweisen oder diesen so verwenden:

 

Widerrufsrecht

§ 357 Fernabsatzgesetz Rechtsfolgen des Widerrufs und der Rückgabe

1) Auf das Widerrufs- und das Rückgaberecht finden, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, die Vorschriften über den gesetzlichen Rücktritt entsprechende Anwendung. § 286 Abs. 3 gilt für die Verpflichtung zur Erstattung von Zahlungen nach dieser Vorschrift entsprechend. Die dort bestimmte Frist beginnt mit der Widerrufs- oder Rückgabeerklärung des Verbrauchers. Dabei beginnt die Frist im Hinblick auf eine Erstattungsverpflichtung des Verbrauchers mit Angabe dieser Erklärung, im Hinblick auf eine Erstattungsverpflichtung des Unternehmers mit deren Zugang.

2) Der Verbraucher ist bei Ausübung des Widerrufsrechts zur Rücksendung verpflichtet, wenn die Sache durch Paket versandt werden kann. Kosten und Gefahr der Rücksendung trägt bei Widerruf und Rückgabe der Unternehmer. Wenn ein Widerrufsrecht nach § 312d Abs. 1 Satz 1 besteht, dürfen dem Verbraucher die regelmäßigen Kosten der Rücksendung vertraglich auferlegt werden, wenn der Preis der zurückzusendenen Sache einen Betrag von € 40,-- nicht übersteigt oder wenn bei einem höheren Preis der Sache der Verbraucher die Gegenleistung oder eine Teilzahlung zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht erbracht hat, es sei denn, dass die gelieferte Ware nicht der bestellten entspricht. 

3) Der Verbraucher hat abweichend von § 346 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Wertersatz für eine bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme der Sache entstandene Verschlechterung zu leisten, wenn er spätestens bei Vertragsabschluss in Textform auf diese Rechtsfolge und eine Möglichkeit hingewiesen worden ist, sie zu vermeiden. Dies gilt nicht, wenn die Verschlechterung ausschließlich auf die Prüfung der Sache zurückzuführen ist. § 346 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 findet keine Anwendung, wenn der Verbraucher über sein Widerrufsrecht ordnungsgemäß belehrt worden ist oder hiervon anderweitig Kenntnis erlangt hat.

4) Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.