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Handwerk + Zukunft

 

Ergebnis amtlicher Analysen für das Handwerk in den nächsten 10 Jahren

  • Wie sieht die Zunkunft des Handwerks aus?
  • Welche Entwicklungen kommen auf Handwerksbetriebe zu?
  • Hier die wichtigsten Erkenntnisse der Zukunftsexperten:

Handwerk hat auch weiterhin "goldenen Boden" - aber verlassen Sie ausgetretene Wege und gehen Sie mit der Zeit, sonst gehen Sie mit der Zeit

 

1. Fortschritt im Handwerk + flexiblere Arbeitszeiten = Innovation im Handwerk

Weiterentwicklung der Kenntnisse durch Hightech. Beispiel: Ein Installateur, der auch Solarmodule aufbaut und wartet, kann in Zukunft mit zunehmendem Geschäft rechnen. Faustregel: je technisch komplexer die Handwerkerleistung ist, desto schwieriger ist sie zu vergleichen und zu kopieren, und desto größer sind die Wachstumschancen.

Neue Betriebszeiten. Abends, Freitag nachmittag und Samstag frei, gehört der Vergangenheit an. Wer heute auf Kundenservice und Dienstleistung setzt, macht genau zu diesen Zeiten die besten Umsätze. Schreiner, Installateure für Heizung, Sanitär oder auch Fernsehtechniker müssen sich nach der Erreichbarkeit der Kunden richten, nicht umgekehrt!

 

2. Profitieren Sie vom Rohstoffmangel - ohne Kundendienst läuft nichts mehr

In den nächsten 10 Jahren werden die Preise für Stahl und Holz laufend steigen. Recycling und Reparaturen gewinnen deshalb wieder an großer Bedeutung, auch im Hausbau und Altbausanierung.

 

3. Zielgruppe Frauen

80% des Haushaltseinkommens werden von Frauen verwaltet und ausgegeben. Dies gilt genauso beim Kauf von Haushaltsgeräten, wie für den Hausbau. Handwerker müssen sich auf die Ansprüche dieser Zielgruppe einstellen: Pflegeleichtigkeit, Optik, saubere Ausführung sind Grundentscheidungen beim Einkauf oder bei der Auftragsvergabe. Dies gilt auch für das Erscheinungsbild des Handwerkers als Person, seines Betriebes und seiner Werbung.

 

4. Synergieffekte = Kombination verschiedener Gewerke

Neue Bedürfnisse machen Kooperationen nötig. Beispiel Badezimmer: Aus der 6-qm-Nasszelle wird künftig eine 12-qm-Wellness-Oase mit Dampfbad, Flachbildschirm und Designer-Anstrich. Der Kunde erwartet, dass Sie als Komplettdienstleister Holz-, Fliesen-, Maler- und Elektroarbeiten aus einer Hand anbieten. Wer selbst nicht vielseitig genug ist, sollte sich schnellstens mit Kollegen verbünden und gemeinsame Wege gehen. Auch in der immer komplexeren Haustechnik wünschen sich Kunden umfassende Bau- und Wartungsangebote.

 

5. Denken Sie überregionaler

Derzeit hat ein Handwerksbetrieb Kunden in einem Radius von 50 - 100 km. Durch den Rückgang in den Handwerkslehrberufen müssen sich Spezialisten künftig auf einen Radius bis zu 200 km einstellen.

 

6. Ohne Marketing geht nichts mehr

Einmal Kunde = immer Kunde = diese Zeiten sind vorbei. 90% aller Handwerker betreiben derzeit keine systematische Kundenpflege und über 60% haben nicht einmal eine Internetseite. Das Internet ist heute das visuelle Ladengeschäft jedes Unternehmers und die Visitenkarte Ihrer Leistung. Wer sich heute nicht professionell im Internet veröffentlicht, dem nimmt man auch keine Leistungsfähigkeit mehr ab. Kein Kunde vergibt heute mehr einen Auftrag, ohne sich über den Anbieter im Internet zu informieren. Buchungen über Internet und E-Mail werden immer selbstverständlicher. In den nächsten 10 Jahren haben nur noch die Handwerksbetriebe Erfolg, die aktive Kundenwerbung betreiben (ca. 15% vom Umsatz), um Kunden über Neuigkeiten zu informieren (Hausmessen, Internet und Kundenzeitschriften), die nach außen hin überall Präsenz zeigen (Fuhrpark, Sponsoring) und gezieltes Direkt- und Eventmarketing betreiben, so wie es seit Jahren für Banken, Versicherungen und Industrie selbstverständlich ist. Der Kunde will umworben werden. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Spezielle Kundenclubs sorgen für Vertrauen. Wer nicht wirbt - stirbt!

 

7. Transparente und faire Preispolitik

Keine versteckten Aufpreise und Nebenkosten mehr - Angebote müssen nachvollziehbar und transparent sein. Dank Internet werden nicht nur Preise sondern auch Bewertungen verglichen. Eine schlechte Bewertung ist das AUS für jeden Handwerker und Dienstleister.